Logo Kogel energiesparende Wärme

Aktuelle Informationen

Das neue E-Wärme-Gesetz Baden-Württemberg 2015 (EWärmeG2015)

Zum 1.Juli 2015 trat das neue EWärmeG in Kraft. Dieses Gesetz des Landes Baden-Württemberg verlangte in seiner alten Version aus dem Jahre 2008, dass bei einer Heizungserneuerung ein regenerativer Anteil von 10 % vorrangig durch Solarthermie zu erbringen war. Die Version 2015 hat diesen regenerativen Anteil nun auf 15 % erhöht, wobei die bisherige „Ankertechnologie“ Solarthermie gestrichen wurde. Es können nun alle Techniken, die sich energiesparend auswirken genutzt und auch anteilig addiert werden. Dafür wurde die bisherige Möglichkeit der Befreiung im Prinzip gestrichen.

Eine kurzfristig eingeräumte Übergangsfrist ist im Oktober abgelaufen.

Alle Hausbesitzer, WEG´s und nun auch Gewerbliche Nutzer müssen sich an dieses neue Gesetz halten, denn im Gegensatz zum alten Gesetz ist das EWärmeG 2015 auch bei Nichtwohngebäuden anzuwenden. Geprüft wird die Einhaltung, wie schon bisher, über Meldungen an die zuständige Baurechtsbehörde.

E-WärmeG Nutzungspflicht

Bei Austausch oder dem nachträglichen Einbau einer Heizanlage sind die Eigentümerinnen und Eigentümer der versorgten Wohn- und Nichtwohngebäude verpflichtet, mindestens 15 Prozent des jährlichen Wärmeenergiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken oder den Wärmeenergiebedarf durch bauliche Maßnahmen (Dämmung) um mindestens 15 Prozent zu reduzieren oder sonstige Ersatzmaßnahmen zu ergreifen.

Erläuterung Heizanlage

Eine Heizanlage ist eine Anlage zur zentralen Erzeugung überwiegend von Raumwärme oder Raumwärme und Warmwasser. Das EWärmeG gilt folglich für den Austausch oder den nachträglichen Einbau eines Kessels oder eines anderen zentralen Wärmeerzeugers. Das bedeutet, wenn ein Gebäude über mehrere, mindestens zwei eigenständige Heizanlagen verfügt (dezentrale Beheizung), muss beim Austausch eines Heizkessels einer dezentralen Heizanlage das EWärmeG nicht beachtet werden.

Erläuterung überwiegende Erzeugung von Raumwärme oder Raumwärme und Warmwasser

Das EWärmeG ist zu beachten, wenn die Heizanlage überwiegend, d.h. zu über 50 Prozent zur Erzeugung von Raumwärme oder Raumwärme und Warmwasser eingesetzt wird. Wird die Heizanlage dagegen überwiegend zur Erzeugung von Prozesswärme oder Ähnlichem eingesetzt, muss es nicht beachtet werden (z.Bsp.Industrie).

Wichtigste Punkte für den Hausbesitzer

Zur Erreichung der 15% erneuerbare Energien können verschiedene Maßnahmen prozentual addiert werden.

  • Die Solarthermie Anlage kann je nach Größe einen Anteil erbringen. Vakuumröhrenkollektoren werden mit 20 % gegenüber den Flachkollektoren in der Größe reduziert.
  • Bio-Öl bleibt mit einem Anteil von 10 % in Verbindung mit dem Einbau einer Ölbrennwertheizung in Wohngebäuden als Erfüllungsoption bestehen.
  • Bio-Gas bleibt mit einem Anteil von 10 % in Verbindung mit dem Einbau einer Gasbrennwertheizung in Wohngebäuden als Erfüllungsoption bestehen. Jedoch nur bis zu einer Leistung von 50 kW.
  • Der Einbau einer Fotovoltaik Anlage wird als Erfüllungsoption aufgenommen. Für eine volle Anrechnung ist eine spezifische Leistung von 0,02 kWp pro qm Wohnfläche erforderlich. Kleinere Anlagen werden anteilmäßig berücksichtigt.
  • Die Dachdämmung wird bei Gebäuden von bis 4 Vollgeschosse als 15% Anteil voll anerkannt, bei größeren Gebäuden mit 10 %( 5-8 Vollgeschosse) bzw. 5% (über 8 Vollgeschosse). Die Dämmung der Kellerdecke wird bei Gebäuden bis 2 Vollgeschosse als 10% anerkannt.
  • Die Erstellung eines Sanierungsfahrplans (erweiterte Energieberatung mit einem schrittweisen Maßnahmenkatalog für energetische Sanierungsmaßnahmen) wird als 5% Anteil bei Wohngebäuden anerkannt.
  • Die Anerkennung von KWK-Anlagen wird vereinfacht und auf Mikro-KWK sowie Brennstoffzellen ausgeweitet.
  • Für die Einzelraumfeuerung mit Holz bleiben die Anforderungen bestehen, nur muss der Ofen statt bisher 25 % nun 30 % der Wohnfläche überwiegend beheizen oder an die Zentralheizung angeschlossen sein.

Die Nachweisverfahren bleiben bestehen.

Der Hausbesitzer hat aber zukünftig generell 18 Monate nach der Inbetriebnahme der neuen Heizungsanlage Zeit, den Nachweis der Baubehörde vorzulegen.
Für die Fälle: Einbau einer Solaranlage, Fotovoltaik Anlage, Holzfeuerung, Wärmepumpe oder BHKW erstellt der SHK-Betrieb den entsprechenden Sachkundenachweis und übergibt ihn an den Hausbesitzer.

Auf der Seite des Umweltministeriums finden Sie alle Vordrucke, Informationen zum Gesetz und den Gesetzestext selbst.

Für Rückfragen stehen wir mit unserem Team gerne zur Verfügung. Kompetente Information und gute persönliche Beratung sind unser Markenzeichen.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Kogel, Dipl.Ing. (FH) und das Team der Firma Kogel

Quellennachweis: Texte sind teilweise den Veröffentlichungen des Fachverbandes SHK Baden-Württemberg entnommen

Kogel GmbH  •  Heizung – Haustechnik   •  Torfstraße 23  •  71229 Leonberg  •  Telefon: 07152 - 48048  •  Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!